Klare Kante für Klimaschutz und Zukunft

„Bürgermeisterin, Gemeinderätin, Kreisrätin, Seniorenbeauftragte, Ergotherapeutin, Lehrkraft, Gartenliebhaberin, Freundin, Mutter – das sind einige meiner Rollen, die ich in verschiedenen Konstellationen gerne ausfülle.“ So stellte sich unsere grüne Bürgermeisterkandidatin Gudrun Hackl-Stoll bei der Podiumsdiskussion aller Kandidat:innen für das Bürgermeisteramt in Höhenkirchen-Siegertsbrunn vor. Die Politikerin ist seit 12 Jahren Gemeinderätin und Kreisrätin, verantwortet also auch auf der nächst-höheren Ebene, dem Kreistag, die Geschicke der Region mit. Seit letztem Jahr ist sie hier in Höhenkirchen-Siegertsbrunn 3. Bürgermeisterin und Seniorenbeauftragte.

Während der Diskussion am Dienstag im katholischen Pfarrzentrum stellte sich Gudrun Hackl-Stoll klar gegen die Forderung der CSU nach einer Nordumgehung, um die Verkehrsproblematik an der Bahnhofstraße in den Griff zu bekommen. Sichere Fahrradschutzstreifen, attraktive Alternativen zum Auto und Verkehrsberuhigung, die den Menschen dient – nicht dem Durchgangsverkehr. Denn: 75 % des Verkehrs im Ort sind hausgemacht. Wer sich auf der Straße sicher fühlt, ist bereit für Alternativen. Die Frage aus dem Publikum nach Zebrastreifen nimmt sie begeistert auf. Gudrun Hackl-Stoll: „Zebrastreifen sind nach einer Studie der Unfallversicherer genauso sicher wie Ampeln, dafür aber deutlich günstiger. Sie behindern den Verkehrsfluss weniger und ermöglichen eine flächendeckende Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 im Ort. Die neue Straßenverkehrsordnung bietet hier neue Möglichkeiten, die wir unbedingt nutzen müssen.“ 

Klimaschutz als Querschnittsaufgabe

Gudrun Hackl-Stoll fordert Entsiegelung, Regenwasserversickerung, Fassaden- und Dachbegrünung, Kühlzonen im Ort. Gerade im neuen Gewerbegebiet muss nachhaltiges Bauen im Vordergrund stehen, das Klimaschutz und Klimawandel in den Vordergrund stellt. 

Soziales Wohnen

Um Kosten zu sparen, setzt sich Gudrun Hackl-Stoll für genossenschaftlichen Wohnungsbau in Modulbauweise ein. Hier muss auch mehrgeschossig gedacht werden, um Flächen zu sparen und Versiegelung zu verhindern. Bezahlbarer Wohnungsbau gehöre zu den großen Themen der nächsten Legislaturperiode. 

Generationen verbinden

Als Seniorenbeauftragte hat Gudrun Hackl-Stoll die Generation 55+ im Blick. Sie möchte eine Demenz-WG in Höhenkirchen-Siegertsbrunn schaffen und auch für Senioren WGs und Mehrgenerationenwohnen anbieten. „Generationenübergreifende Begegnungsorte schaffen echten Zusammenhalt“, sagt sie. Für Jugendliche wollen die Grünen das leerstehende RUF-Gebäude an der Bahnhofstraße nutzen, was auch die SPD befürwortet. Hier böte sich eine Zwischennutzung als Lerncafé an.