Erstentwurf für Teilabschnitt des Fernradweges im Ort

Herr Hessel des vom Gemeinderat beauftragten Büros zur Erstellung eines Radwegekonzepts stellte In der aktuellen Sitzung des Umwelt- Energie und Verkehrsausschuss einen Erstentwurf für den Fernradweg D11 durch Höhenkirchen-Siegertsbrunn vor. Hier muss schnell entschieden werden, über welche Strecke (Neben- oder Hauptwege) der Abschnitt durch Höhenkirchen verlaufen soll, um dann für verschiedene bauliche Maßnahmen Fördergelder zu beantragen. Der Ausschuss sprach sich für die Variante entlang der Rosenheimer- und Münchner Straße aus, damit nicht nur Fernradler:innen, sondern auch alle Bürger und Bürgerinnen etwas von der verbesserten Radführung haben und unsere ansässigen Gewerbe vom Weg profitieren.

Vorgesehen sind Fahrradschutzstreifen, wie sie bereits in der Brunnthaler Straße vorhanden sind. Geplant sind außerdem farblich markierte Streifen an den Querungspunkten der Nebenstraßen und ein Parkverbot entlang der Strecke und sichere Einfädelungen an den beginnenden Radwegen außerorts.

Wir sehen diesen ersten Schritt als einen guten Beginn für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, wollen langfristig aber vor allem den Abschnitt zwischen Kreuzung Brunnthaler Straße und Kreisel weiter beruhigen durch einen generellen Umbau für mehr Qualität für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen schaffen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h muss ebenfalls geprüft werden. Auch sollten die Schutzstreifen unserer Ansicht nach taktil oder optisch hervorgehoben werden. Wir begrüßen daher die Gründung eines projektbezogenen Arbeitskreises zum Thema Fahrradkonzept, damit genug Raum für Diskussionen – auch mit dem AK Mobilität und dem ADFC – bleibt.

Wichtig ist, dass die Straßenverkehrsordnung endlich erneuert und angepasst wird. Eine Verordnung, die vor allem auf freie Fahrt für Autos zielt,ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Es fehlt an klaren Vorgaben für den Schutz von Fahrradfahrer:innen, Förderung des nicht-motorisierten Verkehrs und die gerechte Aufteilung des öffentlichen Raumes für alle Verkehrsteilnehmer:innen. Dies ist Aufgabe des Bundes. Mit der Wahl des Bundestages im September können wir entscheidend darauf hin wirken, dass es zu einer Verbesserung und Anpassung der Straßenverkehrsordnung kommt.

 

So geht’s den Bäumen im Gemeindegebiet

Der Forstwirt Herr Läpple stellte dem Ausschuss den Abschlussbericht des Baumkatasters für die Bäume im öffentlichen Raum vor. Vorrangig ging es um die Verkehrssicherheit, also die Überprüfung, wie es um die Stabilität und Gesundheit der Bäume steht mit Blick auf die Sicherheit auf den Straßen.

Die gute Nachricht: Allgemein sind unsere Bäume in gutem Zustand und weisen wenig Schäden auf. 3/4 der untersuchten Bäume sind vital, was nicht nur für die Verkehrssicherheit wichtig ist, sondern auch für das Klima und unsere Gesundheit. Denn Bäume machen mehr als nur Dreck im Herbst. Sie filtern Feinstaub aus der Luft, sorgen für kühle Luft im Sommer und ziehen das Grundwasser nach oben. Daher sind unsere Bäume schützenswert und so zu pflegen, dass sie lange stehen bleiben können. Denn ein Großteil der Bäume im öffentlichen Raum sind Jungbäume oder solche in der sogenannten Reifephase, also jünger als 50/60 Jahre. Alte Bäume finden sich nur noch selten.

Sorge macht allgemein die Klimaveränderung, da viele Bäume der Trockenheit nicht stand halten können. Hier laufen bereits Projekte, neue Hölzer für unser verändertes Klima zu finden. Gleichzeitig leiden einige Baumarten unter Pilzbefall, bei dem man nichts weiter tun kann als hoffen, dass die Bäume kräftig genug sind, diese zu überwinden.

Der Ausschuss bat um die Erweiterung des Baumkatasters auch auf private Grundstücke. Damit wollen wir einen guten Überblick über den Baumbestand im gesamten Gemeindegebiet erhalten.

 

Für die Fraktion: Janine Schneider

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stellen eine Auswahl der Tagesordnungspunkte dar und spiegeln die subjektive Sicht der schreibenden Räte und Rätinnen wieder. Die weitere Berichterstattung findet sich in der Tagespresse und im Gemeindeblatt. Öffentliche Beschlüsse werden bald auch im Bürgerinformationssystem einsehbar sein.

 

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