Grüner Strom für Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss von Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat sich mit großer Mehrheit dem Antrag von Bündnis90/Die Grünen angeschlossen, alle gemeindlichen Gebäudedächer mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten. Für die Prüfung, Planung und Umsetzung sollen im kommenden Jahr zunächst 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden, so die Empfehlung des Ausschusses. Damit geht der Ort einen wichtigen Schritt hin zur Klimaschutzgemeinde, die auf Antrag der Grünen vor gut einem Jahr ausgerufen wurde. Der Ausbau grüner Stromerzeugung gehört zu den zentralen Bereichen der nachhaltigen Energieversorgung und ist entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel.

Vorgesehen sind Photovoltaik-Anlagen zum Beispiel für das Seniorenzentrum, die Mehrzweckhalle, die beiden Grundschulen am Ort, die gemeindeeigenen Kindergärten, das Jugendzentrum Bluebox sowie das Rathaus. Bei der Planung soll die Energieagentur Ebersberg-München beratend unterstützen. Wo möglich sollen die Dächer zusätzlich bepflanzt werden, fordern die Grünen. Begrünte Dächer halten Regenwasser zurück, tragen zur Kühlung und damit zu einem verbesserten Mikroklima bei und erhöhen so auch die Ertragskraft der PV-Anlagen.

Die Grünen fordern, neben den Modulen auf dem Dach auch Batterien einzubauen. So können Bewohner und Nutzer des Gebäudes mehr vom selbstproduzierten Strom direkt verbrauchen. Außerdem soll eine Zusammenarbeit mit der Bürgerenergie Unterhaching (BEU) geprüft werden. Bereits 2019 wurde auf Antrag der Grünen auf dem gemeindeeigenen Gebäude an der Münchner-/Sportplatzstraße in Zusammenarbeit mit der BEU eine PV-Anlage errichtet.

Photovoltaik-Anlagen amortisieren sich nach etwa zehn Jahren, bei steigenden Strompreisen sogar noch schneller. Der Sonnenstrom ist eine gute Ergänzung zu den geplanten Windrädern im Höhenkirchner Forst. Während Solarstrom vor allem im Sommer produziert wird, weht der Wind besonders stark in der dunklen Jahreszeit.

 

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