Dem Gemeinderat wurden zum Thema Mobilfunk und Ganztagsbetreuung gut vorgebrachte Sachstandsberichte zur Kenntnisnahme vorgetragen, welche eine sehr gute Basis ermöglichen für Weiterentwicklung der Maßnahmen. Ein großes Dankeschön an den AK Arbeit und Wirtschaft sowie den AK Kind und Familie für die tatkräftige Unterstützung.

 

Luft nach oben beim Mobilfunk

In einem Abschlussbericht stellte Herr Gärtner vom AK Arbeit und Wirtschaft die Ergebnisse ihrer zweijährigen Untersuchung zum Thema Breitband und Glasfaserausbau vor.

Derzeit liegt in unserem Ort das monatliche Breitband Downloadvolumen in Privathaushalten bei 230 GByte. Eine Prognose für 2023 liegt bei 400 GByte. Eine Förderung für den Ausbau ist laut Herrn Gärtner für uns nicht sinnvoll, weil nur 400 von 3000 betroffenen Gebäuden mit einer geringen Summe gefördert werden würden. Allein für unsere Grund- und Mittelschule(n) greifen Förderungen. Ein entsprechender Antrag für Gigabit wurde bereits gestellt. Daher empfiehlt er eindeutig, auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau (EWA) durch Provider zu setzen und daher als nächsten Schritt die Gewinnung eines Providers für die EWA voranzubringen. Einen Masterplan, welche die Provider unterstützen kann, wurde durch den Arbeitskreis bereits erstellt und im Geoinformationssystem (GIS) hinterlegt.

Auch die Mobilfunkabdeckung ist im GIS zu finden. Straßen wurden abgefahren und die Abdeckung erfasst, nach Provider eingetragen und dokumentiert. Diese ist nicht optimal und auf jeden Fall ausbaufähig. Hierfür müssen mehr Sendemasten aufgestellt werden.

Einen wichtigen Hinweis von Herrn Gärtner gab es bezüglich der Strahlung von Mobilfunkmasten. Die derzeitige geringe Zahl Masten führt zu einer höheren Strahlenbelastung durch die Antennen selbst aber auch durch die Handys. Denn letztere brauchen eine stärkere Sendeleistung um die Distanz zum nächstgelegenen Mobilfunkmasten zu kompensieren. Mehr Antennen bedeutet also weniger Strahlungsbelastung. Daher empfiehlt der Arbeitskreis einen Auftrag zu erteilen um aufgrund der GIS Daten zu berechnen, wo Antennenmasten idealerweise stehen sollten.

 

Zukunftsorientierte Betreuung. Idee des Bildungscampus vorgestellt

Im Schuljahr 2026/27 soll der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen eingeführt werden. Die Gemeinde beschäftigt sich rechtzeitig mit dem Thema und entwickelt unter Beteiligung des AK Kind und Familie die Idee eines Bildungscampus. Außerdem ist geplant 2026/27 gleich mit allen vier Klassenstufen einzusteigen und nicht wie im Gesetz bisher vorgesehen, sukzessive eine Stufe nach der anderen abzuarbeiten. Den Erstentwurf stellte Frau Lang-Kniesner dem Gemeinderat vor.

Statt wie bisher an einzelne Einrichtungen gebunden zu sein, soll mit dem Bildungscampus ein Modulsystem bis in die Randzeitbetreuung bis 18 Uhr ermöglicht werden.Angedacht ist eine Kernbetreuung in den sogenannten Stammhäusern. Je nach Interessen der Kinder können darüber hinaus Angebote in anderen Einrichtungen ausgewählt werden. Geplant sind flexiblere, tageweise Buchungszeiten und eine Abdeckung der Betreuung durch maximal vier Wochen Schließzeit.

Derzeit beschäftigen sich schon verschiedne Arbeitsgruppen mit konkreten Themen wie Aufsichtspflicht, pädagogischem Konzept um das Konzept Bildungscampus weiter zu konkretisieren. Wir Grünen halten die Form eines Bildungscampus für sehr innovativ und sehen darin einen großen Mehrwert für die Kinder unserer Gemeinde.

 

 

Für die Fraktion: Janine Schneider

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stellen eine Auswahl der Tagesordnungspunkte dar und spiegeln die subjektive Sicht der schreibenden Räte und Rätinnen wieder. Die weitere Berichterstattung findet sich in der Tagespresse und im Gemeindeblatt. Öffentliche Beschlüsse werden bald auch im Bürgerinformationssystem einsehbar sein.

 

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