Höhenkirchen-Siegertsbrunn macht sich gegen die Klimakrise stark. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Antrag von Bündnis90/Die Grünen und rief die Klimaschutzgemeinde aus mit dem Ziel, Klimaneutralität zu erreichen. Bei allen kommunalen Entscheidungen müssen künftig die Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt werden. Außerdem soll es im Rathaus einen Klimaschutzbeauftragten geben, der die Projekte fachlich und organisatorisch vorantreibt.

„Die weltweite Erwärmung zwingt uns zum Handeln – die Folgen sind nicht nur Waldbrände in fernen Ländern. Auch hier vor Ort sieht man deutlich, was Trockenheit und Hitzesommer ausrichten“, sagt die Grüne Gemeinderätin Dorothee Stoewahse. „Für Höhenkirchen-Siegertsbrunn haben wir bewusst nicht den „Klimanotstand“ ausgerufen, sondern den Begriff ‚Klimaschutzgemeinde‘ gewählt, denn er beinhaltet, dass wir uns aktiv und nach vorne gerichtet engagieren wollen und müssen.“

Nach Forderung der Grünen ist Klimaschutz der Leitgedanke, der die Arbeit der Gemeinde in den nächsten Jahren bestimmt. Für das Ziel der Klimaneutralität sollen jetzt konkrete Einzelmaßnahmen angepackt werden, von einem Rad-, Fußgänger- und Mobilitätskonzept bis hin zur Entwicklung von ökologisch ausgerichteten Beschaffungsrichtlinien für kommunale Einrichtungen.
Höhenkirchen-Siegertsbrunn arbeitet schon jetzt in vielen Bereichen mit der Energieagentur Ebersberg-München zusammen, eine Kooperation, die nach Wünschen der Grünen noch ausgebaut werden soll. Außerdem hat die Hochschule München angekündigt, ab Herbst mit Studierenden ein Energie-Effizienzkonzept für die Gemeinde zu entwickeln, um eine ökologisch-nachhaltige Energie- und Wärmeversorgung aufzubauen.

Das Projekt Klimaschutzgemeinde ist bereits der zweite Antrag von Bündnis90/Die Grünen, der seit der Kommunalwahl im Frühjahr den Gemeinderat passierte. Vergangene Woche billigte der Rat den Vorstoß, die Gastronomie im Ort zu unterstützen und Schankflächen unter freiem Himmel auszuweiten.

 

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