Nach den ersten Haushaltsberatungen für 2022 im Dezember gab es in der ersten Sitzung des Haupt-, Sozial-, Werk- und Finanzausschuss in 2022 die nächste Beratung. Einstimmig fiel der Beschluss den von der Verwaltung vorgeschlagenen Haushalt dem Gemeinderat zur Zustimmung zu empfehlen.

Sorgen machen uns die geringe Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungsshaushalt. Denn um die ordentliche Tilgung der Kredite zu bedienen, müsste diese ca € 900.000 betragen. Unserer Finanzkraft geschuldet können wir nur noch ca. € 500.000 in 2022 zuführen. Hier zeigen sich die Nachfolgelasten von unseren Investitionen in mehr Personal, neue Kinderhäuser, neue Feuerwehr etc.
Hier müssen wir schauen, dass wir unsere Einnahmeseite weiter steigern und weniger Folgekosten bei Investitionen verursachen. Viele Förderprogramm aus Bund und Land helfen nur bei den initialen Investitionen, die Kommunen bleiben dann mit den Folgekosten aber alleine.

Wir bedanken uns auch für die gute Zusammenarbeit mit der Kämmerin, die sogar spät abends in unsere Fraktionssitzung kam und alle unsere Fragen beantwortet hat.

Alle grünen Ideen und Vorhaben wurden in der Haushaltplanung aufgenommen. Dabei ist zu beachten, dass für das Bio-Essen die einzelnen Institutionen selber verantwortlich sind und die Gemeinde hier nur unterstützen kann.

  • Zuschuss für Bio-Essen in Seniorenzentrum Wohnen am Schlossanger, Gemeindekindergarten und Ganztagsschule(n)
  • Zuschuss zu öffentlichen Fahrradständern von Gewerbetreibenden
  • Straßenbeleuchtung mit geringerer Lichtverschmutzung erneuern
  • PV-Anlagen auf Gemeindegebäuden
  • Verbesserungen aus dem Mobilitätskonzept
  • MUNA Entwicklungskonzept
  • Windpark GmbH Beteiligungskosten
  • WLAN Infrastruktur für öffentliche Hotspots in Gemeindegebäuden
  • Fahrrad- und rollerfreundlicher Ausbau des Feldwegs – Verlängerung der Altlaufstr. bis zum Hinterer Altlaufweg
  • Förderung unseres lokalen Gewerbes zur Klimaneutralität von Unternehmen (z.B. via Energieagentur Ebersberg)
  • zwei weitere Bücherschränke (z.B. alte Telefonzellen)
  • Begegnungsorte schaffen
  • Nasch-Sträucher in öffentliche Wiesen (z.B. neben Schulen, Kirchweg, …)

Uns bedrückt die Finanzkraft unserer Gemeinde und der steigende Schuldenstand pro Einwohner. Der Schuldenstand steigt von ca. €370 pro Einwohner in 2021 auf ca. €1300 in 2025. Hier muss unserer Ansicht nach mit gesteigerten Gewerbeeinnahmen (mehr Büros statt Wohnungen) sowie weniger Ausweisung von Baugebieten (und damit weniger Folgelasten) gegengesteuert.

Unsere Gemeinderätin Dorothee Stoewahse bedankte sich bei der Verwaltung für die Erklärungen und freute sich darüber, dass viel in den Klimaschutz investiert wird.

 

 

Für die Fraktion: Karsten Voges

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stellen eine Auswahl der Tagesordnungspunkte dar und spiegeln die subjektive Sicht der schreibenden Räte und Rätinnen wieder. Die weitere Berichterstattung findet sich in der Tagespresse und im Gemeindeblatt. Öffentliche Beschlüsse werden bald auch im Bürgerinformationssystem einsehbar sein.

 

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